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Menschen bei Post & DHL

Wir arbeiten, wo andere Urlaub machen

Wandern in den Bayerischen Alpen, Ausflüge rund um den Chiemsee, Radtouren entlang der Mecklenburgischen Seenplatte oder einfach Entspannen auf der Insel: Wo andere ihre Ferien verbringen, bringen die Zustellerinnen und Zusteller von DHL Group Briefe und Pakete.

Almzustellung

Nicht nur im Tal, auch auf dem Berg ist Zustellerin Nicole Kirch unterwegs, um die Post bis in die hintersten Winkel in Reit im Winkl zu bringen. Seit drei Jahren hat die gebürtige Thüringerin ihre berufliche Heimat im kleinen Zustellstützpunkt am Fuße der Chiemgauer Alpen. 

Als Verbundzustellerin bringt Nicole Kirch sowohl Briefe als auch Pakete und ist flexibel in dem oberbayrischen Zustellgebiet unterwegs. Bis auf 1.170 Meter Höhe fährt die 42-Jährige, um die Hütten, Hotels und Gasthäuser der Winklmoos-Alm zu beliefern. Dabei schiebt sie sich im Sommer durch Touristenströme. Im Winter kann sie – je nach Wetterlage – trotz Schneeketten nicht bis zur Alm fahren.

Nach der Alm geht’s hinunter ins Tal, erst in den kleinen Ort Seegatterl und dann weiter ins beschauliche Reit im Winkl. Zwischen Weißem Rössl, Haus Hannelore und Hotel Edeltraut fährt die Zustellerin ein Feriendomizil nach dem anderen an. Rund 50 Kilometer beträgt ihre Strecke.

Inselzustellung: Erst die Frauen, dann die Herren

Nicht nur auf dem Land, sondern auch zu Wasser bringt Wolfgang "Woifi" Jell die Post. Er ist unter anderem auf der Frauen- und der Herreninsel im Chiemsee unterwegs. Dorthin gelangt er mit einer Fähre – manchmal muss er aber auch selbst rudern.

Auf der etwa einen Kilometer entfernten Fraueninsel versorgt Woifi Jell rund 50 Haushalte mit Post und Paketen. Ob Inselbrauerei, Kloster oder Fischereibetrieb, überall wird der Zusteller freudig erwartet. Und Woifi Jell findet: „Das Schönste ist, dass mich die Leute wie in einer Großfamilie aufnehmen.“

Auf der deutlich größeren Herreninsel gibt es für den Zusteller nur wenige Stopps, denn neben dem Museumsladen, dem alten Schloss, dem Schlosshotel, der Schloss- und Gartenverwaltung, dem Schloss-Café und dem Schlossdienerwohngebäude hat die Herreninsel nur neun Privathaushalte. Dafür liegen im Inselbriefkasten immer reichlich Ansichtskarten, die es vor Ort zu kaufen gibt. Nach den Inseln bringt Woifi Jell auch auf dem Festland noch die Post.

Seit 44 Jahren ist er für die Deutsche Post im Einsatz. Und wenn es nach ihm geht, dann ist er es auch noch viele weitere Jahre, schließlich möchte er noch die 50 Dienstjahre erreichen. „I mog no lang ned aufhern“, sagt der Chiemsee-Zusteller.

Unterwegs auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Weite Felder, Wälder und jede Menge Seen: Jonas Werner stellt auf der Mecklenburgischen Seenplatte zu und ist dabei sowohl in der Stadt Neustrelitz unterwegs als auch auf den Dörfern weit außerhalb. 

Für den 24-jährigen Zusteller, der in einer Postler-Familie groß geworden ist, geht es auf seiner Stadt-Land-Tour erst zu kleinen Orten wie Hohenzieritz, Prillwitz, Wendfeld, Peckatel und Brustorf. Ebenso verstreut wie die Seen der Urlaubsregion liegen auch die Dörfer. „Wenn man rauf aufs Dorf fährt, ist man viel im Auto unterwegs und läuft viel“, sagt der Neustrelitzer. Bis zu 80 Kilometer legt er an manchen Tagen zurück.

Seine Tour ist nie fest. „Ich bin auch mal in Neubrandenburg oder Templin unterwegs“, sagt er. „Ich mag das, denn man sieht viel und lernt viel Neues kennen.“ Wenn er in der Stadt unterwegs ist, schätzt Jonas Werner vor allem die kurzen Fahrtwege und dass Kolleginnen und Kollegen im näheren Umkreis helfen können. Denn in seinem Zustellstützpunkt sind die Mitarbeitenden gut vernetzt und springen auch mal füreinander ein.

Gezeiten bestimmen die Zustellung

Auf Baltrum gibt es keine Straßennamen und die Post bringt Zusteller André Krandick erst dann, wenn Ebbe und Flut es erlauben.

Außerdem sind auf der kleinsten der sieben ostfriesischen Inseln die Hausnummern kreuz und quer verteilt, da die Häuser nach dem Erbauungsdatum nummeriert wurden. Entsprechend der Gezeiten kommt morgens oder manchmal sogar erst nachmittags die Post mit der Fähre. Wenn die Postcontainer vom Hafen angefahren kommen, hört man das schon von Weitem. Hufgetrappelt kündigt an, dass die Post gleich da ist, denn die Container werden von einer Pferdekutsche gezogen und dann auf den Hof des Zustellstützpunkts gebracht.

Über die autofreie Insel fährt André Krandick mit dem Transportrads Rytle MovR. So ist er vor Wind und Wetter geschützt und kann bis zu 180 Kilogramm an Sendungen transportieren. Bei der Zustellung orientiert er sich an Häusernamen wie „Meeresleuchten“, „Strandlust“ oder „Wattläufer“ und weiß genau, wer wo seinen Briefkasten hat – oder auch nicht. „Die meisten haben hier gar keinen Hausbriefkasten“, erklärt André Krandick, der seit seiner Geburt auf der Insel lebt und sie nur für die Zeit am Gymnasium und bei der Marine verließ.

In den sieben Briefkästen der Insel finden sich immer wieder viele Postkarten. „Die werden wirklich noch häufig von hier verschickt, vor allem die Tagesgäste machen uns die Postkästen voll“, sagt der Inselzusteller.

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