Die Geschichte hinter den Zahlen
Jede Nacht werden am DHL Drehkreuz Leipzig hunderttausende Sendungen sortiert. Damit dieser komplexe Ablauf zuverlässig funktioniert, braucht es nicht nur operative Exzellenz, sondern auch ein genaues Verständnis der Prozesse im Hintergrund. Genau hier setzt die Arbeit der Abteilung Performance Analysis an.
Alina Stabrodt, Managerin Performance Analysis, und Josefine Uhle, Performance Analystin am LEJ Hub, sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass die entscheidenden Kennzahlen – sogenannte Key Performance Indicators (KPIs) – nicht nur gemessen, sondern auch verstanden und gezielt verbessert werden. „Wir analysieren eine Vielzahl operationeller KPIs und schauen uns die Ursachen an, die hinter diesen Zahlen stecken“, erklärt Alina. Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Bereichen konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, damit die Prozesse reibungslos laufen und sich die Kennzahlen in die gewünschte Richtung entwickeln.
Kennzahlen für ein starkes Netzwerk
Ein zentraler KPI ist z.B. die On Time Departure – also die Frage, wie pünktlich unsere Flugzeuge den Hub verlassen. Diese Kennzahl beeinflusst direkt, ob Sendungen pünktlich ihr Ziel erreichen – ein Punkt, der für unser gesamtes Netzwerk essenziell ist. Und auch der Bereich Zoll bleibt nicht außen vor: Beim Depart Facility (DF) Compliance KPI geht es um den Scan, wenn eine Sendung den Hub verlässt. „Das ist nicht nur wichtig für den Kunden, um Transparenz zu schaffen, sondern auch für die Zollbehörden“, erklärt Josefine. Besonders erfreulich: „In Europa sind wir am Leipzig Hub aktuell der beste Standort, was diesen KPI betrifft. Das ist eine tolle Leistung!“, sagt sie stolz. Das ist eine tolle Leistung!“, sagt sie stolz.
Von der Zahl zur Veränderung
Performance Analysis bedeutet aber mehr als nur beobachten – es geht ums Verstehen und Verbessern. Ein Beispiel: Medical Express Sendungen. „Wir haben uns schon vor langer Zeit das Ziel gesetzt, die Performance für diese sensiblen Sendungen zu verbessern“, erzählt Alina. Die Lösung: gezieltere Konsolidierung, damit Sendungen nicht auf dem ganzen Flugzeug verteilt sind und schneller entladen werden können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über 96 % Performance – ein Rekordwert am LEJ Hub! Wer denkt, die Arbeit mit Zahlen sei monoton, liegt falsch. „Zahlen sind ja nur ein ganz kleiner Teil unserer Arbeit“, betont Alina. „Wir schauen hinter die Zahlen. Hinter jeder Zahl steckt eine Geschichte.“
Bestleistung in Zahlen
Und genau das macht den Job so spannend. „Es ist kein Tag langweilig, wir lernen immer wieder was Neues“, sagt Alina. „Und im Kern geht es immer um Verbesserungen. Was können wir besser machen? Wo gibt es Potenzial für noch mehr Qualität?“
Auch Josefine schätzt die Abwechslung: „Man muss in dem Job schon eine gewisse Affinität zu Zahlen und Analysen haben, aber man erhält auch immer wieder neue Einsichten.“ Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Winter vor ein paar Jahren: „Da lag der Schnee über einen Meter hoch, viele Container konnten nicht gescannt werden, waren zum Teil festgefroren – das war schon eine Herausforderung, die Datenlücken zu rekonstruieren.“
Der regelmäßige Austausch mit anderen Hubs und Abteilungen ist fester Bestandteil der Arbeit des LEJ Performance Teams. „Manchmal liegen die Ursachen für Probleme auch an anderen Standorten“, erklärt Alina. Deshalb wird standortübergreifend geschaut: Wie können wir Prozesse so gestalten, dass das ganze Netzwerk profitiert? Denn eins ist klar: Gute Performance ist Teamarbeit. „Jede Sendung zählt. Jeder Bereich kann seinen Beitrag leisten“, so Alina. Und dieser Einsatz lohnt sich:
„Dieses Jahr haben wir die beste Performance erreicht in vielen KPIs. Die Connectivity der Sendungen, die am LEJ Hub weitergeleitet werden, war noch nie so gut. Ebenso die DF Compliance. Darauf können wir sehr stolz sein – und dazu hat jeder hier seinen Beitrag geleistet.“
Autorin: Julia Ende
Veröffentlicht: September 2025