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Neue De-minimis-Zollregelung in der EU: clever aufgestellt mit unseren erstklassigen Fulfillment-Lösungen

Im Zuge einer grundlegenden Neuregelung sind alle E-Commerce-Sendungen, die in die Europäische Union (EU) eingeführt werden, nun zollpflichtig. Erfahre mehr darüber, wie eine clevere Fulfillment-Strategie Händlern dabei hilft, sich in diesem neuen Umfeld erfolgreich zu behaupten.

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Was heißt das konkret?

Ab dem 1. Juli 2026 unterliegen E-Commerce-Sendungen, die aus Drittländern in die EU eingeführt werden, Zollabgaben in Höhe von 3 € je zollpflichtigem Artikel.

Die genauen Regelungen sind auf der Website der Europäischen Kommission einsehbar. Die zwei folgenden Beispiele veranschaulichen die neuen Regeln: 

Beispiel 1

Eine Sendung enthält einen Kugelschreiber, ein Buch und einen Hut, also drei zollpflichtige Artikel. Dies entspricht Zollabgaben in Höhe von 9 €.

Beispiel 2

Eine Sendung enthält zwei oder mehr identische Artikel. Für diese Artikel fällt nur eine Zollgebühr von 3 € an. Enthält eine Sendung also beispielsweise vier identische Kugelschreiber und ein Buch, beträgt die Zollabgabe für diese Sendung insgesamt 6 €.

Bislang

E-commerce parcels coming into the EU from outside are subject to a customs duty of €3 per declarable item, in a change from 1st July 2026.

Folgen für Händler

Simon Volkwein, Regional Head of EMEA & UKI für das DHL Fulfillment Network, erklärt die Auswirkungen für Händler: „Neben den offensichtlichen Mehrkosten stellt sich auch die Frage, wer die Zölle letztendlich bezahlt. Übernimmt der Händler diese Kosten (in der Logistik als „Delivered Duty Paid“ (DDP) bezeichnet), oder gibt er sie an den Endkunden weiter? Klare Kommunikation ist hier ein Muss, damit Kunden nicht von unerwarteten Zollgebühren überrascht werden.“

Auch die zeitlichen Auswirkungen müssen berücksichtigt werden. „Die Zollabfertigung nimmt Zeit in Anspruch. Und Kunden warten nicht gerne!“, führt Simon Volkwein aus. Bereits die Verzögerung einer Bestellung kann den Händler seinen Ruf kosten. „Man riskiert, Kunden zu verlieren, die eine schlechte Erfahrung gemacht haben – und das wegen einer Verzögerung, die man nicht einmal selbst verursacht hat.“ Da die Zollabfertigung in Stoßzeiten mehr Zeit in Anspruch nimmt, werden Absatzprognosen und Bestandsmanagement immer wichtiger, insbesondere um saisonale Nachfragespitzen optimal zu steuern. Unter diesen Umständen kann das Kundenerlebnis erheblich beeinträchtigt werden, verbunden mit einem Rückgang der Konversionsrate, da sich Käufer nach Alternativen umsehen.

Hinzu kommen mehr bürokratischer Aufwand für Händler sowie neue Prozesse, die es einzuhalten gilt. So müssen Produktschlüssel bereitgestellt und die Waren über eine Plattform deklariert werden, die bislang möglicherweise noch nicht genutzt wurde. „Regelkonformität wird bei diesem völlig neuen Prozess von zentraler Bedeutung sein.“


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Nearshoring als neuer Lösungsansatz

Simon Volkwein erklärt, wie Verkäufer sich clever aufstellen: „Verkäufer in Drittländern nutzen ihren Fulfillment-Ansatz bereits gezielt als Werttreiber: Sie lagern ihre Bestände direkt in der EU. Zwar fallen dadurch die Zölle nicht weg, aber anstatt dass Zeit und Kosten auf viele einzelne Pakete aus Ländern wie China in die EU entfallen, durchlaufen die Waren eine Sammelzollabfertigung. Damit erstrecken sich die Zollverfahren und -gebühren auf eine weitaus geringere Zahl von Sammellieferungen – und dies lange, bevor sie sich auf die Kundenerfahrung auswirken können.“

Das Nearshoring von Produkten in der Nähe der Endverbraucher bietet noch weitere Vorteile: Die Lieferwege sind wesentlich kürzer, wodurch die Transportkosten und -fristen sinken. Zusätzlich verbessert der Händler seine CO2-Bilanz – ein wichtiger Faktor in der Nachhaltigkeitsstrategie vieler Unternehmen. „Immer mehr Kunden möchten angesichts der neuen Zollregeln ihre Waren in der EU lagern und sehen in diesen zusätzlichen Vorteilen einen erheblichen Mehrwert“, berichtet Simon Volkwein.

Immer mehr Kunden möchten angesichts der neuen Zollregeln ihre Waren in der EU lagern und sehen in diesen zusätzlichen Vorteilen einen erheblichen Mehrwert.

Simon Volkwein, Regional Head of EMEA & UKI für das DHL Fulfillment Network

DHL Fulfillment Network

„Das DHL Fulfillment Network bietet das Nearshoring-Modell seit jeher an. Wir verfügen über Lager in der ganzen Welt, einschließlich der EU, und unser Netzwerk wächst stetig weiter!“, so Simon Volkwein.

„Wir bieten unseren Kunden die notwendige Flexibilität, damit sie in Spitzenzeiten schnell skalieren und danach wieder herunterfahren können. Unser Tool Advanced Inventory Insights ist überaus hilfreich, da es unseren Kunden einen klaren Überblick über ihre Lagerbestände und -bewegungen nach Standort gibt – und sie so in die Lage versetzt, datengestützte Entscheidungen zu treffen. Angesichts der neuen EU-Zollregeln ist das wichtiger denn je.”

Dieser Fulfillment-Ansatz ist ein Erfolgsmodell, denn er gibt Unternehmen die Möglichkeit, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und die Logistik den Expert:innen zu überlassen. Das Fazit von Simon Volkwein: „Die neuen Zollregeln haben einen Nachfrageschub nach einem Produkt wie dem unseren bewirkt. Die Zollabfertigung erfolgt gesammelt, die Lagerbestände befinden sich in den Händen von Expert:innen, die kommissionieren, verpacken und versenden und auf diese Weise sicherstellen, dass die Sendungen den Endverbraucher schnell und zuverlässig erreichen.“

Das Onboarding im DHL Fulfillment Network dauert nur wenige Wochen und umfasst die Integration mit Webshops wie Shopify und WooCommerce oder dem ERP-System des Händlers.

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