Nachhaltigkeit ist für Schweizer KMU längst kein Randthema mehr.
In einer globalen DHL Express Umfrage unter mehr als 5'000 KMU-Entscheidern bezeichneten 75 % Nachhaltigkeit als "sehr" oder "äusserst" wichtig für ihr Unternehmen. Diese Erkenntnisse zeigen dir, wo dein Betrieb steht und wie du den nächsten Schritt machst.
WAS BEDEUTET NACHHALTIGKEIT IN UNTERNEHMEN?
Im Kern heisst Nachhaltigkeit im Unternehmen, so zu wirtschaften, dass du die Bedürfnisse von heute deckst und gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf Planet und Gesellschaft reduzierst.
Für KMU und E-Commerce-Betriebe kann das vieles bedeuten: von der Senkung der CO2-Emissionen in deinen Versandprozessen über umweltfreundliche Verpackung bis hin zur Zusammenarbeit mit Lieferanten, die deine ökologischen Werte teilen.
Unternehmen, die Nachhaltigkeit fest verankern, senken nicht nur Kosten durch Energieeinsparungen, schlauere Logistik und weniger Abfall, sie bauen auch eine widerstandsfähige Marke auf und schaffen Loyalität.
WARUM IST NACHHALTIGKEIT FÜR UNTERNEHMEN WICHTIG?
Nachhaltigkeit ist kein nettes Extra mehr. Wer 2025 wettbewerbsfähig bleiben will, muss zeigen, dass das Unternehmen aktiv an einem verantwortungsvolleren und zukunftsfähigen Modell arbeitet.
Und die Zahlen bestätigen das.
In der jüngsten globalen DHL Umfrage unter KMU bezeichneten 75 % Nachhaltigkeit als "sehr" oder "äusserst" wichtig für ihr Unternehmen. Weniger als 1 % sagten, sie sei "überhaupt nicht" wichtig.
Das ist ein klares Signal: Die Mehrheit deiner Mitbewerber nimmt Nachhaltigkeit ernst. Sie setzt darauf, um die Marke zu stärken, Vertrauen bei Kundinnen und Kunden aufzubauen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Wenn sich dein Betrieb noch nicht in diese Richtung bewegt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, sonst riskierst du, den Anschluss zu verlieren.
HERAUSFORDERUNGEN BEI DER NACHHALTIGKEIT UND WIE DU SIE MEISTERST
Viele KMU wollen ihre Nachhaltigkeit verbessern, doch aus der Absicht echte Massnahmen zu machen, ist oft schwierig. Die globale DHL Umfrage hat die häufigsten Hürden aufgedeckt und gezeigt, wie du sie überwindest.
1. Herausforderung: Rückhalt für Nachhaltigkeitsstrategien gewinnen
Viele KMU berichteten, dass es knifflig sein kann, Unterstützung zu bekommen, sei es vom internen Team oder von der Kundschaft. Manche sehen den Nutzen nicht sofort oder befürchten, es werde zu teuer oder störe den Betrieb.
Lösung: Fang klein an und zeige Ergebnisse. Probier ein Pilotprojekt, etwa den Wechsel zu emissionsärmeren Versandoptionen oder weniger Verpackung. Sobald die Leute die Wirkung sehen, gewinnst du sie viel leichter für die grösseren Veränderungen.
2. Herausforderung: Nicht wissen, wo man anfangen soll
Damit bist du nicht allein. Viele KMU sagten, sie wollten mehr tun, fühlten sich aber von den Optionen überfordert oder unsicher, welche Schritte wirklich etwas bewirken.
Lösung: Du musst nicht alles auf einmal machen, schon der erste Schritt bringt Schwung. Das kann der Fokus auf Verpackung, Logistik oder die Wahl der Lieferanten sein. Und scheu dich nicht, dich auf Partner zu stützen (wie DHL!), die anderen Betrieben dabei schon geholfen haben.
3. Herausforderung: Budgetbeschränkungen
Nachhaltigkeit rutscht oft die Prioritätenliste hinunter, weil sie als teuer gilt. Und ja, manche Veränderungen bringen anfängliche Kosten mit sich.
Lösung: Beginn mit den günstigen, wirkungsvollen Massnahmen. Denk an Routenoptimierung, weniger Abfall oder den Einsatz von weniger Material. Solche Veränderungen können dir sogar Geld sparen und Budget für grössere Schritte später freimachen.
4. Herausforderung: Den Nutzen kommunizieren
Viele Betriebe verändern etwas, wissen aber nicht, wie sie darüber sprechen sollen. Wenn dein Team und deine Kundschaft nichts von deinen Bemühungen hören, fühlt es sich an, als zähle es nicht.
Lösung: Sprich darüber, was du tust, ehrlich und klar. Das kann ein einfaches Update auf deiner Website sein, ein Social-Media-Beitrag oder ein Hinweis auf deiner Verpackung. Deine Fortschritte zu teilen schafft Vertrauen und zeigt, dass du es ernst meinst, auch wenn du noch am Anfang stehst.
Das Fazit? Du musst nicht perfekt sein, du musst nur anfangen. Diese Herausforderungen Schritt für Schritt anzugehen, macht Nachhaltigkeit weniger erdrückend und viel machbarer. Und sobald du startest, folgt der Nutzen.
NACHHALTIGKEIT ZÄHLT: DIE GLOBALE DHL EXPRESS UMFRAGE UNTER KLEINUNTERNEHMEN
DHL Express befragte über 5'000 KMU-Entscheider in 11 Ländern und 9 Branchen, vom Detailhandel bis zum Gesundheitswesen, um zu verstehen, wie Unternehmen mit Nachhaltigkeit umgehen. Diese 7 zentralen Erkenntnisse können deine eigene Strategie prägen.
Nachhaltigkeit ist eine zentrale Priorität für Unternehmen
Mindestens zwei Drittel der KMU in allen befragten Sektoren sagten, Nachhaltigkeit sei für sie entweder "sehr wichtig" oder "äusserst wichtig". Am stärksten stimmten die Finanzdienstleistungs- und die Modebranche zu, in beiden Gruppen antworteten 81 % der Befragten so.
Die meisten KMU zögern bei Investitionen in Nachhaltigkeit
Trotz des breiten Verständnisses für die Bedeutung des Themas zögern viele KMU, ernsthaftes Budget für Nachhaltigkeit einzusetzen. Die meisten (53 %) sind nur bereit, 1-3 % ihres Betriebsbudgets in nachhaltige Lösungen zu investieren. Nur 9 % investieren mehr als 5 %, während 16 % gar nichts investieren.
China und Indien treten als Nachhaltigkeitsführer hervor
Sie sind als globale Fertigungs- und Exportgiganten bekannt, doch KMU in diesen Regionen setzen stark auf nachhaltige Logistikpraktiken. 72 % der chinesischen und 59 % der indischen KMU sagten, Nachhaltigkeit sei für ihr Unternehmen "äusserst wichtig", gegenüber einem globalen Durchschnitt von 35 %. Am anderen Ende der Skala sagten dies nur 16 % der japanischen KMU.
KMU fehlt das Vertrauen in die Kundennachfrage nach nachhaltigem Versand
Weltweit glauben nur 23 % der KMU, dass ihre Kundschaft "sehr" oder "äusserst" bereit wäre, für nachhaltigen Versand mehr zu bezahlen. Auf Länderebene ist das Vertrauen bei KMU in Indien und China deutlich höher, wo 51 % beziehungsweise 47 % glauben, dass ihre Kundschaft dazu bereit wäre.
Internen und kundenseitigen Rückhalt zu sichern ist eine zentrale Herausforderung für KMU
Auf die Frage nach ihren Hürden beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele war die Hauptsorge der meisten KMU in allen Märkten, internen und kundenseitigen Rückhalt zu gewinnen. Besonders ausgeprägt war dies in Deutschland, wo 74 % der KMU dies empfanden.
Die Modebranche widerlegt Klischees
Obwohl die Modebranche oft negative Presse rund um ihre Herstellungsprozesse erhält, sind die meisten Mode-KMU klar pro Nachhaltigkeit. 81 % der Befragten in der Branche sagten, sie sei für ihr Unternehmen "sehr wichtig" oder "äusserst wichtig". 78 % sagten, sie hätten das Gefühl, dass nachhaltige Versandoptionen ihr Markenimage verbessern könnten ("in gewissem/grossem/sehr grossem Mass").
Die Finanzdienstleistungsbranche steckt fest in ihrer Nachhaltigkeitsära
KMU im Finanzdienstleistungssektor sagten am häufigsten, Nachhaltigkeit sei für ihr Unternehmen "äusserst wichtig" (43 %). Sie waren auch am ehesten bereit, Betriebsbudget für Nachhaltigkeitspraktiken einzusetzen (88 %), und am ehesten der Ansicht, dass nachhaltige Versandoptionen zu grösserem kommerziellem Erfolg führen könnten (47 % "in grossem/sehr grossem Mass").
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