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KI in der Logistik: Wie künstliche Intelligenz Last-Mile-Delivery verändert

Randy Kunjbehari
Randy Kunjbehari
Senior Global Digital Enablement Director
5 min read
Two Asian men looking at a tablet screen
Dieser Artikel behandelt:
Aktuelle KI-Trends in der Lieferkette
Wie KI die Logistik effizienter macht: Die wichtigsten Vorteile
Innovative KI-Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen

In den vergangenen Jahren hat die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Logistik erhebliche Fortschritte gemacht. Was einst als experimentelle Technologie galt, prägt heute bereits den operativen Alltag vieler Unternehmen. KI unterstützt Unternehmen dabei, steigende Kosten zu bewältigen, wachsende Komplexität zu meistern und die zunehmend höheren Erwartungen ihrer Kundinnen und Kunden zu erfüllen.

Für E-Commerce-Marken und wachsende Unternehmen ist dieser Wandel nicht nur interessant, sondern vor allem praxisrelevant. KI entwickelt sich zunehmend zu einem der wertvollsten Werkzeuge für den Aufbau schnellerer, widerstandsfähigerer und effizienterer Lieferketten.

In diesem Artikel beleuchten wir, wie sich der Einsatz von KI in der Logistik entwickelt hat, in welchen Bereichen sie bereits heute einen spürbaren Mehrwert schafft, insbesondere bei der Zustellung auf der letzten Meile, und welche Chancen sich daraus für Ihr Unternehmen ergeben.

Wie sich der Einsatz von KI in der Logistik in den vergangenen Jahren entwickelt hat

Noch vor wenigen Jahren wurde künstliche Intelligenz (KI) in der Logistik von Unternehmen meist nur vorsichtig und in begrenzten Pilotprojekten getestet. Das hat sich inzwischen grundlegend verändert.

Heute ist KI fest in den täglichen Betriebsabläufen verankert und beeinflusst Entscheidungen entlang der gesamten Lieferkette in Echtzeit. Sie prognostiziert die Nachfrage, optimiert laufend Lieferwege und hilft Unternehmen dabei, schneller auf unerwartete Ereignisse oder Störungen zu reagieren.

Mehrere Entwicklungen haben diesen Wandel beschleunigt. Der E-Commerce-Markt ist stark gewachsen und hat sowohl die Anzahl der Bestellungen als auch die Komplexität logistischer Prozesse erhöht. Gleichzeitig sind die Erwartungen der Kundinnen und Kunden deutlich gestiegen: schnellere Lieferungen, mehr Flexibilität und eine höhere Transparenz werden heute zunehmend vorausgesetzt. Hinzu kommt, dass globale Krisen und Störungen aufgezeigt haben, wie anfällig Lieferketten sein können.

Vor diesem Hintergrund hat sich KI von einer interessanten Zusatzoption zu einer nahezu unverzichtbaren Technologie entwickelt. Die Frage lautet heute nicht mehr: „Sollten wir KI einsetzen?“, sondern vielmehr: „In welchen Bereichen kann sie den größten Mehrwert schaffen?“

Herausforderungen bei der Zustellung auf der letzten Meile in einer Wirtschaft mit hohen Kundenerwartungen

Fragt man E-Commerce-Unternehmen, wo die größten Herausforderungen liegen, fällt die Antwort meist gleich aus: bei der letzten Meile. Denn sie ist der Teil des Lieferprozesses, den Kundinnen und Kunden direkt erleben und anhand dessen sie das gesamte Einkaufserlebnis bewerten.

Online-Käufer erwarten heute flexible On-Demand-Lieferungen. Dazu gehören enge Lieferzeitfenster, Echtzeit-Updates zum Sendungsstatus sowie die Möglichkeit, Lieferungen kurzfristig anzupassen. Hinter den Kulissen ist die Umsetzung jedoch oft alles andere als einfach. Verkehrsaufkommen, fehlgeschlagene Zustellversuche und komplexe Liefernetzwerke machen die letzte Etappe der Zustellung kostspieliger und schwieriger zu steuern.

Gleichzeitig wächst der Druck, Lieferungen nachhaltiger zu gestalten, insbesondere in städtischen Gebieten, wo Emissionen zunehmend im Fokus stehen.

Für viele Unternehmen ist die letzte Meile daher zu einem Balanceakt zwischen Kosten, Leistung und Kundenzufriedenheit geworden. Wird sie erfolgreich bewältigt, stärkt sie die Kundenbindung. Läuft etwas schief, bleibt dies häufig der prägendste Eindruck beim Kunden.

Genau hier beginnt künstliche Intelligenz, einen spürbaren Unterschied zu machen.

Praxisbeispiele für den Einsatz von KI in der Logistik

Künstliche Intelligenz prägt bereits heute die täglichen Abläufe in Lieferketten und Logistikprozessen. Hier sind einige Beispiele dafür, wie Unternehmen KI in der Praxis einsetzen:

hand swiping on a tablet with diagrams

Predictive Analytics

KI kann enorme Datenmengen analysieren und frühzeitig Muster erkennen, beispielsweise Nachfragespitzen oder potenzielle Störungen durch Wetterereignisse.

Dadurch können Unternehmen proaktiv handeln, anstatt von unerwarteten Entwicklungen überrascht zu werden. Der Unterschied liegt darin, ob eine plötzliche Zunahme von Bestellungen unvorbereitet eintritt oder bereits vorher erkannt und entsprechend eingeplant werden kann.

Das Ergebnis sind weniger Überraschungen, eine bessere Planbarkeit und mehr Zeit, um auf Veränderungen zu reagieren.

DHL employee sitting on a desk in a warehouse

Nachfrageprognosen

Nichts ist für Kundinnen und Kunden frustrierender, als auf der Website eines Händlers die Meldung „Nicht auf Lager“ zu sehen. Für Unternehmen bedeutet dies gleichzeitig eine verpasste Verkaufschance. KI hilft dabei, solche Situationen zu vermeiden, indem sie die Nachfrage deutlich präziser vorhersagt. So können Produkte zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort verfügbar sein.

Das Ergebnis: weniger Fehlbestände, eine bessere Warenverfügbarkeit und eine effizientere Bestandsplanung.

DHL employee in a warehouse

Lagerautomatisierung

Im Lager übernehmen KI-gestützte Systeme zunehmend repetitive Aufgaben und unterstützen gleichzeitig die Mitarbeitenden bei ihren täglichen Abläufen. Dadurch können Kommissionierungsprozesse beschleunigt, Fehler reduziert und Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden.

Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz von KI, Lagerprozesse flexibel zu skalieren, ohne dass die Komplexität der Abläufe im gleichen Maße zunimmt. Das Ergebnis sind höhere Effizienz, mehr Produktivität und eine bessere Leistungsfähigkeit des gesamten Lagerbetriebs.

hand swiping on a tablet with diagrams

Intelligentere Zollvorbereitung

KI erleichtert die Vorbereitung internationaler Sendungen bereits, bevor diese das Lager verlassen. So ermöglicht beispielsweise das KI-gestützte Tool zur Artikelerkennung von DHL Express Kundinnen und Kunden, einfach ein Foto des zu versendenden Artikels aufzunehmen. Die Technologie erstellt daraufhin automatisch eine strukturierte und zollkonforme Warenbeschreibung, die vor dem Versand überprüft und bei Bedarf angepasst werden kann.

Durch die Bereitstellung präziser Zollinformationen von Beginn an trägt das Tool dazu bei, das Risiko von Verzögerungen zu reduzieren und internationale Versandprozesse effizienter, schneller und einfacher zu gestalten.

DHL lady courier sitting in a van

Routenoptimierung

Jeder, der schon einmal auf einer Sendungsverfolgungskarte gesehen hat, wie ein Lieferfahrzeug im Stau feststeckt, weiß, wie schnell sich Verzögerungen summieren können. Mithilfe von KI können Zustellrouten heute jedoch deutlich flexibler gestaltet werden. Verschlechtert sich die Verkehrslage, lassen sich Routen in Echtzeit anpassen und optimieren.

Das führt häufig zu schnelleren Lieferungen, reduziert gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch und trägt dazu bei, verpasste Zustellzeitfenster zu vermeiden. Davon profitieren sowohl Unternehmen durch effizientere Prozesse als auch Kundinnen und Kunden durch einen zuverlässigeren Lieferservice.

woman tracking parcel on a mobile phone

Intelligente Zustellung auf der letzten Meile

KI verbessert nicht nur die Effizienz von Lieferprozessen, sondern auch das Zustellerlebnis für Kundinnen und Kunden. Präzisere Lieferzeitfenster, Live-Tracking und proaktive Benachrichtigungen sorgen für mehr Transparenz und reduzieren Unsicherheiten während des gesamten Zustellprozesses.

Dadurch kommt es zu weniger verpassten Zustellungen und weniger Benachrichtigungen wie „Wir haben Sie leider nicht angetroffen“. Das Ergebnis ist ein deutlich reibungsloseres und komfortableres Liefererlebnis – sowohl für Unternehmen als auch für ihre Kundinnen und Kunden.

Vorteile von KI in der Logistik für moderne Lieferketten

KI verändert die Art und Weise, wie Lieferketten funktionieren. Sie macht Prozesse nicht nur schneller, sondern auch intelligenter. Unternehmen profitieren dabei unter anderem von:

  • Besserer Transparenz entlang der gesamten Lieferkette
  • Präziseren Planungs- und Prognosemöglichkeiten
  • Höherem Automatisierungsgrad
  • Schnelleren und zuverlässigeren Lieferungen
  • Einer verbesserten Kundenerfahrung
  • Niedrigeren Betriebskosten

Werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie sich diese Vorteile im täglichen Geschäft auswirken. Unterstützt werden die folgenden Einblicke durch die Erfahrungen von Oliver Facey, SVP Global Network Operations Programs bei DHL Express.

Echtzeit-Transparenz und datengestützte Entscheidungen

Einer der größten Vorteile von KI ist die verbesserte Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Anstatt erst auf Probleme zu reagieren, nachdem sie bereits eingetreten sind, können Unternehmen Prozesse und potenzielle Störungen in Echtzeit überwachen. Dadurch lassen sich mögliche Herausforderungen frühzeitig erkennen, Maßnahmen schneller einleiten und Unterbrechungen vermeiden, beispielsweise wenn sich eine Sendung bei der Zollabfertigung verzögert.

Langfristig entwickelt sich die Logistik dadurch von einer rein operativen Aufgabe hin zu einem strategischen Erfolgsfaktor. Der Fokus liegt weniger auf der Bewältigung akuter Probleme und stärker auf fundierten, datenbasierten Entscheidungen, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern.

Intelligentere Nachfrageprognosen und mehr Agilität in der Lieferkette

Eine der wertvollsten Anwendungen von KI in Lieferketten und der Logistik ist die Verbesserung von Nachfrageprognosen.

Durch die Analyse historischer Daten in Kombination mit Echtzeitinformationen kann KI die Nachfrage deutlich präziser vorhersagen und Unternehmen dabei unterstützen, schneller auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Dadurch sinkt das Risiko von Fehlbeständen oder Überbeständen, während gleichzeitig eine effizientere Bestandsplanung ermöglicht wird.

Oliver Facey unterstreicht den Nutzen dieser hohen Prognosegenauigkeit und weist darauf hin, dass Unternehmen mit einer „90- bis 95-prozentigen Sicherheit“ vorhersagen können, wann Sendungsvolumen an bestimmten Standorten eintreffen werden.

In der Praxis führt dies zu agileren Lieferketten, die sich schneller an veränderte Kundennachfragen und externe Einflüsse anpassen können. Unternehmen gewinnen dadurch mehr Flexibilität, erhöhen ihre Reaktionsfähigkeit und stärken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber unerwarteten Störungen.

Lagerautomatisierung und operative Effizienz

KI-gestützte Systeme machen Fulfillment-Prozesse schneller und zuverlässiger, ohne dass dafür bestehende Abläufe vollständig umgestellt werden müssen. Aufgaben, die bislang viel Zeit in Anspruch genommen haben, wie die manuelle Kommissionierung oder Bestandskontrollen, können heute effizienter und häufig auch fehlerärmer durchgeführt werden.

Oliver Facey nennt hierzu ein konkretes Beispiel:

„Zu den Fortschritten im Bereich der bildgestützten Kommissionierung im Lager gehören sogenannte Smart Glasses. Anstatt auf handgeführte Scanner angewiesen zu sein, können Mitarbeitende mithilfe tragbarer Datenbrillen Zeit sparen. Diese lesen Barcodes und reagieren auf Sprachbefehle.

Stellen Sie sich 100 Kuriere vor, die entlang eines Förderbands mit Paketen stehen. Sie müssen jedes Etikett prüfen, um die Lieferadresse zu erkennen und die richtige Sendung auszuwählen. Wenn wir die Barcodes jedoch automatisch auslesen und den Mitarbeitenden über eine Datenbrille anzeigen könnten, welches Paket welchem Fahrzeug zugewiesen werden soll, würden wir Zeit sparen und Fehler reduzieren.

Genau diese und ähnliche Technologien prüfen wir derzeit innerhalb unseres Unternehmens.“

In der Praxis bedeutet dies eine höhere Effizienz im Lagerbetrieb, schnellere Bearbeitungszeiten und eine geringere Fehlerquote. Gleichzeitig können Mitarbeitende gezielter unterstützt werden, wodurch Prozesse besser skalierbar und leistungsfähiger werden.

Schnellere und effizientere Zustellung auf der letzten Meile

Jeder kennt die Situation: Das angekündigte Lieferzeitfenster verstreicht, ohne dass es ein Status-Update gibt. KI trägt dazu bei, solche Situationen zu vermeiden, indem sie Lieferwege in Echtzeit anpassen kann. Dabei werden Faktoren wie aktuelle Verkehrsbedingungen, die Anzahl der Zustellungen in einem Gebiet und kurzfristige Änderungen berücksichtigt. Das Ergebnis sind höhere Erfolgsquoten bei der Zustellung bereits im ersten Zustellversuch.

Wie Oliver erklärt: „Unser Ziel war schon immer, schnellere und reibungslosere Zustellungen auf der letzten Meile für unsere Kunden zu ermöglichen. KI leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Durch die intelligente Optimierung von Lieferprozessen profitieren Unternehmen von effizienteren Zustellungen, während Kundinnen und Kunden ihre Sendungen zuverlässiger und planbarer erhalten.

Verbesserte Customer Experience durch KI-gestützte Personalisierung

Die Zustellung ist längst mehr als nur der letzte Schritt im Versandprozess. Sie ist ein entscheidender Bestandteil der Customer Experience. Wer schon einmal gespannt auf eine Online-Bestellung gewartet hat, weiß, wie wichtig Transparenz und Zuverlässigkeit bei der Lieferung sind.

Künstliche Intelligenz (KI) trägt dazu bei, das Liefererlebnis deutlich effizienter, transparenter und kundenfreundlicher zu gestalten. Mithilfe intelligenter Prognosen erhalten Kunden präzise Informationen zum voraussichtlichen Lieferzeitpunkt, können ihre Sendungen in Echtzeit verfolgen und werden proaktiv über mögliche Änderungen oder Verzögerungen informiert.

Diese personalisierte und datenbasierte Kommunikation schafft Vertrauen, erhöht die Kundenzufriedenheit und sorgt für ein positives Einkaufserlebnis. Für Unternehmen bedeutet dies einen wichtigen Wettbewerbsvorteil: Eine zuverlässige und transparente Lieferung stärkt die Kundenbindung und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Wiederholungskäufen.

Zentrale KI-Trends, die Logistik und Lieferketten prägen

Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren eine noch bedeutendere Rolle in der Logistik und im Supply Chain Management spielen. Dabei wird KI nicht nur operative Prozesse optimieren, sondern auch zunehmend die Grundlage für strategische und datengetriebene Entscheidungen schaffen.

Bereits heute zeigt sich dieser Wandel in zahlreichen praktischen Anwendungen. Generative KI unterstützt Logistikteams dabei, Berichte automatisch zu erstellen, unterschiedliche Lieferkettenszenarien zu simulieren und konkrete Handlungsempfehlungen bei Störungen oder Engpässen zu geben. In dynamischen und komplexen Liefernetzwerken ermöglicht dies schnellere Entscheidungen und eine höhere Reaktionsfähigkeit.

Gleichzeitig sorgen moderne KI-gestützte Prognosemodelle für eine deutlich präzisere Bedarfsplanung. Durch die Analyse großer Datenmengen kann KI Veränderungen in der Nachfrage frühzeitig erkennen und vorhersagen. Unternehmen profitieren dadurch von einer optimierten Bestandsplanung und können Waren näher am Endkunden positionieren, noch bevor die eigentliche Bestellung eingeht. Das verbessert die Liefergeschwindigkeit und erhöht die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Auch im Bereich der Last-Mile-Delivery schreitet die Innovation rasant voran. In verschiedenen Märkten werden bereits autonome Lieferfahrzeuge und Drohnen getestet, um Lieferungen schneller, flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Diese Technologien bieten einen ersten Ausblick darauf, wie die Zukunft der Zustellung aussehen könnte.

Jede dieser Entwicklungen für sich genommen hat das Potenzial, die Logistikbranche grundlegend zu verändern. Gemeinsam schaffen sie jedoch eine neue Generation intelligenter Lieferketten: Supply Chains, die nicht nur schneller arbeiten, sondern auch in Echtzeit erkennen, analysieren und reagieren können. Statt Probleme erst im Nachhinein zu lösen, werden Unternehmen in die Lage versetzt, Herausforderungen frühzeitig vorherzusehen und proaktiv zu handeln.

Herausforderungen bei der Implementierung von KI in der Logistik

So groß die Potenziale von Künstlicher Intelligenz in der Logistik auch sind, ihre Einführung bringt einige Herausforderungen mit sich. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI ist eine hohe Datenqualität. Unvollständige, veraltete oder fehlerhafte Daten können die Leistungsfähigkeit selbst modernster KI-Lösungen erheblich einschränken und den erwarteten Mehrwert reduzieren.

Eine weitere Hürde ist die Integration neuer KI-Technologien in bestehende IT-Landschaften. Viele Unternehmen arbeiten noch mit älteren Systemen, die ursprünglich nicht für die Vernetzung mit modernen digitalen Anwendungen entwickelt wurden. Die Anbindung von KI-Tools an bestehende Prozesse kann daher zusätzlichen technischen und organisatorischen Aufwand erfordern.

Darüber hinaus ist die Einführung von KI nicht ausschließlich eine technologische Frage. Erfolgreiche KI-Projekte benötigen qualifizierte Fachkräfte, klare Prozesse und eine langfristige Strategie. Unternehmen müssen in Know-how, Schulungen und digitale Kompetenzen investieren, um das volle Potenzial von KI-Anwendungen auszuschöpfen und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Für viele Unternehmen hat sich daher ein schrittweiser Ansatz bewährt. Statt umfassende Veränderungen auf einmal umzusetzen, empfiehlt es sich, zunächst einzelne Bereiche mit hohem Optimierungspotenzial zu identifizieren. Erste Erfolge in Bereichen wie Bestandsmanagement, Routenoptimierung oder Nachfrageprognosen schaffen eine solide Grundlage, auf der weitere KI-Initiativen aufgebaut werden können.

Letztlich profitieren Unternehmen am meisten von einer pragmatischen Herangehensweise: Kleine, gezielte KI-Projekte ermöglichen schnelle Erfolge, reduzieren Risiken und schaffen die notwendige Akzeptanz für die digitale Transformation innerhalb der Organisation.

Wie DHL Express die Zukunft der KI-gestützten Last-Mile-Delivery vorantreibt

Künstliche Intelligenz wird die Last-Mile-Delivery in den kommenden Jahren noch effizienter machen und gleichzeitig personalisierte Kundenerlebnisse fördern. Unternehmen, die frühzeitig auf KI setzen und mit erfahrenen Logistikpartnern zusammenarbeiten, können steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit besser erfüllen.

DHL Express nutzt bereits heute KI-Technologien für die Routenoptimierung, Echtzeit-Sendungsverfolgung und Predictive Analytics. Diese Lösungen sind fest in die täglichen Logistikprozesse integriert und verbessern sowohl die Effizienz als auch die Transparenz entlang der Lieferkette.

Für Unternehmen bedeutet das einen einfachen Zugang zu modernen, KI-gestützten Logistiklösungen, ohne selbst komplexe Systeme implementieren zu müssen. Gleichzeitig profitieren Kunden von präziseren Lieferinformationen, einer besseren Customer Experience und einer zuverlässigeren Zustellung.