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Der internationale Versand kann für KMU wie ein Labyrinth erscheinen – insbesondere angesichts der zu bewältigenden Einfuhrsteuern, Einfuhrzölle und Zollgebühren. Ein falscher Schritt, und schon steigen die Kosten in die Höhe oder Sendungen werden an den Grenzen aufgehalten.
Dieser Leitfaden macht es Ihnen leicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie problemlos durch den Zoll navigieren, Zölle und Steuern verwalten und Ihre Sendungen am Laufen halten – damit Sie sich auf das Wachstum Ihres Unternehmens über Grenzen hinweg konzentrieren können.
Einfuhrzölle – manchmal auch als Zollgebühren bezeichnet – sind Steuern, die Zollbehörden auf Waren erheben, wenn diese internationale Grenzen überschreiten. Sie dienen Regierungen als Einnahmequelle, tragen aber auch zum Schutz lokaler Industrien bei, indem sie importierte Produkte teurer machen als im Inland hergestellte.
In der Praxis bedeutet dies, dass Zollbeamte Einfuhrzölle erheben können, bevor Ihre Sendung zur Auslieferung freigegeben wird, wenn Ihr Unternehmen Waren von einem Land in ein anderes versendet.
Diese Begriffe werden oft verwechselt, sind aber nicht ganz dasselbe. Hier ist eine kurze Übersicht, die Ihnen hilft, sie auseinanderzuhalten:
Auch als Einfuhrgebühr bekannt, handelt es sich hierbei um Steuern, die auf importierte Waren erhoben werden. Der Steuersatz hängt von der Art des Produkts, seinem Wert und seiner Herkunft ab.
Tarife sind eine bestimmte Art von Einfuhrzöllen, die auf bestimmte Waren erhoben werden. Sie werden in der Regel als Prozentsatz des Warenwerts berechnet und dienen häufig dem Schutz lokaler Industrien.
Dies ist der Oberbegriff für alle Steuern auf importierte Waren. Er umfasst Einfuhrzölle und Tarife sowie andere Abgaben wie Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer.
Hier finden Sie einen kurzen Überblick über einige der häufigsten Zöllen und Steuern, die Ihrem Unternehmen beim internationalen Versand entstehen können:
Die Standardsteuer, die auf importierte Waren erhoben wird und in der Regel auf der Klassifizierung, dem Wert und dem Herkunftsland der Ware basiert.
Eine bestimmte Art von Zollabgabe, die auf bestimmte Produkte erhoben wird und häufig zum Schutz lokaler Industrien oder zum Ausgleich des Handels zwischen Ländern eingesetzt wird.
Eine Steuer auf bestimmte Waren wie Alkohol, Tabak oder Kraftstoff – oft zusätzlich zu den Einfuhrzöllen erhoben.
Eine Verbrauchssteuer, die in vielen Regionen weltweit auf die meisten Waren und Dienstleistungen, einschließlich Importe, erhoben wird.
Eine zusätzliche Abgabe auf importierte Waren, die zu unfair niedrigen Preisen verkauft werden, um einheimische Produzenten zu schützen.
Einfuhrzölle und Steuern erhöhen Ihre Gesamtversandkosten, daher ist es ratsam, diese frühzeitig zu berücksichtigen. Sie erhöhen die Anschaffungskosten Ihrer Produkte, und fehlende oder falsche Unterlagen können zu Verzögerungen, Lagergebühren oder sogar Geldstrafen führen.
Für Ihre Kunden können diese Gebühren höhere Preise bedeuten – oder eine unwillkommene Überraschung bei der Lieferung, wenn die Gebühren nicht im Voraus angegeben werden. Entscheiden Sie frühzeitig, ob Sie diese in Ihren Produktpreis einkalkulieren oder separat in Rechnung stellen möchten, und planen Sie, wie Sie diese Kosten kommunizieren oder weitergeben, damit Ihre Kunden nicht überrascht werden.
Die zu zahlenden Einfuhrsteuern und -zölle hängen von mehreren Faktoren ab, darunter:
Viele Länder haben auch einen Mindestbestellwert – den sogenannten De-minimis-Schwellenwert –, unterhalb dessen Waren ohne zusätzliche Steuern oder Abgaben eingeführt werden können. Wenn Ihre Sendung diesen Schwellenwert überschreitet, fallen zusätzliche Gebühren an.
Die gute Nachricht: Sie müssen diese Beträge nicht schätzen. Mit dem MyGTS-Tool von DHL können Sie die Einfuhrsteuern und -zölle für Ihre Sendung ganz einfach vor dem Versand berechnen. So können Sie Ihre Preise besser planen, Überraschungen vermeiden und Ihre Kunden zufriedenstellen.
Der De-minimis-Schwellenwert – der Wert, unter dem Waren zoll- oder steuerfrei eingeführt werden können – variiert stark von Land zu Land, was sich erheblich auf Ihre Versand- und Preisstrategie auswirken kann.
Einige Märkte erheben deutlich höhere durchschnittliche Zollsätze, was für E-Commerce-Verkäufer erhebliche Kosten und Komplexität mit sich bringen kann. Auf den Bahamas beispielsweise beträgt der durchschnittliche Steuersatz für importierte Waren 18,56 %1.
Wenn Sie in solche Märkte liefern, müssen Sie mit höheren Zusatzkosten für Zölle rechnen – diese wirken sich auf die Preisgestaltung, die Gewinnspanne und das Kundenerlebnis aus.
Auf der anderen Seite haben einige Länder sehr niedrige durchschnittliche Zölle, was sie aus Sicht der grenzüberschreitenden Versandkosten zugänglicher macht. So weisen beispielsweise sowohl die Schweiz als auch Japan durchschnittliche Zölle von unter 2–3 % auf2.
Das bedeutet weniger Zölle, die berücksichtigt werden müssen, was Ihnen etwas mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung und Logistik für Ihre Kunden verschafft.
Beim grenzüberschreitenden Versand kann es schwierig sein, zu wissen, wer Einfuhrsteuern und -zölle bezahlt. Schauen wir uns das einmal genauer an.
Ihr Versanddienstleister – beispielsweise DHL Express – fungiert als Zollagent. Er kümmert sich um die Formalitäten, damit Ihre Waren reibungslos verzollt werden, und zieht in Ihrem Namen alle Einfuhrsteuern und -zölle ein.
Bei grenzüberschreitenden B2C-Verkäufen sind Sie der Exporteur und Ihr Kunde der Importeur. Wer tatsächlich die Zölle bezahlt, hängt von den Incoterms ab – den weltweit anerkannten Versandregeln, die zwischen Exporteur und Spediteur vereinbart wurden. Die beiden gängigsten Optionen sind:
DDU mag für Ihr Unternehmen günstiger erscheinen, aber überraschende Gebühren bei der Lieferung können Kunden verärgern – und Wiederholungskäufe beeinträchtigen.
Die für die Einhaltung der Einfuhrbestimmungen, die Formalitäten und die Zahlung der Zölle verantwortliche Partei wird als „Importer of Record“ (Einfahrer) bezeichnet. Bei DDP-Sendungen sind das Sie, bei DDU-Sendungen ist es der Kunde.
Tipp: Falsche Incoterms sind eine häufige Ursache für Versandverzögerungen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Experten wie DHL Express stellen Sie sicher, dass Ihre Sendungen reibungslos, konform und stressfrei abgewickelt werden.
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